• Was ist Pro Tropenholz? Pro Tropenholz ist eine Interessengemeinschaft von langjährig tätigen Holzimporteuren und Händlern.

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  • Tropenholz-handel Der legale internationale Holzhandel ist nicht für die Zerstörung der wichtigen Tropenwälder verantwortlich.

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  • Tropenholz-boykott Ein Boykott rettet keine Waldflächen.

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  • Schutz der Tropenwälder Eine wirtschaftliche Nutzung der wertvollen Ressource ermöglicht den Schutz des Ökosystems als Ganzes.

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  • Nachhaltige Holzwirtschaft Von einer nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung der Wälder profitieren auch die Menschen vor Ort.

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Thermoholz – Eine Alternative zu Tropenholz?

Es klingt zu gut um wahr zu sein: Heimische Hölzer können angeblich thermisch so behandelt werden, dass sie dieselben Eigenschaften wie Tropenhölzer aufweisen und sollen dabei noch klimatisch und sozial unbedenklich sein. Doch ist dies wirklich der Fall?

Zunächst einmal eignen sich heimische Hölzer in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit nicht besonders gut für Außenbereiche, da ihnen die notwendige Widerstandsfähigkeit fehlt. Tropenhölzer hingegen sind von Natur aus äußerst resistent gegenüber Feuchtigkeit und Pilzen, womit sie hervorragend für Gartenmöbel oder Terrassen genutzt werden können. Mithilfe eines speziell entwickelten Verfahrens – der Thermobehandlung – kann die Langlebigkeit der heimischen Hölzer und ihre Resistenz gegenüber Schädlingen jedoch mittlerweile erhöht werden.

Mehr Langlebigkeit aber auch erhöhte Anfälligkeit


Thermisch modifiziertes Holz, kurz Thermoholz oder TMT (englisch: thermally modified timber), wird durch Hitzebehandlung unter Sauerstoffmangel (der sogenannten thermischen Vergütung) widerstandsfähiger gegenüber Pilz- und Schädlingsbefall. Dadurch erlangen die heimischen Hölzer tropenholzähnliche Eigenschaften, die sie beispielsweise für den Einsatz im Außenbereich einsatzfähig machen.

Das Holz wird bei Temperaturen von bis zu 210°C und Druck vergütet, was zu einer dauerhaften Veränderung der Zellstruktur führt. Dem Holz werden so beispielsweise Zuckermoleküle entzogen, die es weniger anfällig für Schädlinge machen. Außerdem kann das thermisch behandelte Holz nach dem Verfahren weniger Feuchtigkeit aufnehmen und ist damit witterungsbeständiger. Während der  Thermobehandlung werden keine chemischen Stoffe und Imprägniermittel verwendet.

Doch auch wenn das Holz durch die thermische Vergütung widerstandsfähiger wird, so verliert es gleichzeitig auch an Festigkeit, da sich die Dichte des Holzes reduziert. Der verursachte Verlust an Härte und Elastizität macht das Thermoholz weniger belastbar und anfälliger für Brüche und Splitter – was die Nutzungsmöglichkeiten einschränkt. Gerade für den Einsatz bei Terrassendielen ist dann Vorsicht geboten.

Thermoholz ist klimatisch bedenklich

Während der Thermobehandlung wird ein sehr hoher Energieaufwand benötigt. Das häufig angebrachte Argument, dass Thermoholz eine umweltfreundliche Option und ökologische Alternative zu Tropenholz darstelle, ist damit schnell relativiert. Zudem ist nur den wenigsten klar, dass der Begriff „heimische Hölzer“ nicht gleich heißt, dass diese auch aus Deutschland kommen. Es bedeutet lediglich, dass es sich dabei um Hölzer handelt, die auch in deutschen Regionen wachsen. So kommt die Lärche teilweise sogar aus Sibirien – deren LKW-Transporte sind aufgrund der langen Strecke CO2 schädlicher als Schiffstransporte aus Südamerika.

Außerdem besteht beim Kauf von heimischen Hölzern die Gefahr, dass diese aus Regionen stammen, die keine nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft vorweisen können. Inzwischen ist es sogar so, dass viele Erzeugerländer in den tropischen Gefilden eine deutlich bessere Forst- und Holzwirtschaft nachweisen können als einige der Mitgliedsstaaten der EU.

Auch das gerne verwendete Argument zur Verwendung von Thermoholz, dass der Kauf von Tropenholz zur Zerstörung der Regenwälder beiträgt und deswegen heimische Hölzer die einzig sinnvolle Alternative darstellen, ist nicht haltbar. Wie unter „Tropenholzhandel“ erläutert, ist sogar das Gegenteil der Fall. Durch eine nachhaltige und wirtschaftlichen Nutzung der wertvollen Ressource wir das Ökosystem als Ganzes geschützt. Nur durch eine „Inwertsetzung“ der Tropenwälder kann dessen Überleben garantiert werden.

Mehr unter: Ist der Tropenholzhandel für die Tropenwaldzerstörung verantwortlich?